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«Ich habe einmal beobachtet, wie der bärtige, Hut tragende Nachbar vom Hutmacher sein ganzes Zimmer in einen Koffer gepackt hat. Erst nur den ganzen Kleinkram, dann die Bilder, sein Bett, die Tapete, Badewanne, alles rein, ganz unnachgiebig. Als das Haus leer war, packte er es auch hinein, zuletzt noch den Gartenzaun und die Nachbarskinder, wahrscheinlich, weil er ohne deren Genöle morgens nicht wach wurde ...»
                                                Andy Strauß

Tag 6676 auf einem fremden Planeten



Es schneit. Das hat es die ganze letzte Woche nur minimal getan. Aber jetzt, wo ich verfluchten Hofdienst habe fängt es natürlich ordentlich an zu schneien. Danke. Damit sieht mein Tagesablauf folgendermaßen aus: ich werde meine gesamte Wohnung putzen und aufräumen und zwischendurch werde ich draußen stehen, mir meinen Arsch abfrieren und gottverdammten Schnee schippen. Ich hasse Winter und diese Wetter geht mir unheimlich auf die Nerven. Das trägt nicht grad zu einer besseren Stimmung bei.


Der dritte Weltkrieg tobt direkt vor meiner Tür
und ich bin immer noch zu beschäftigt mit mir.
Es ist gar nicht so schlimm, ich hab alles in mir drin.
Mit Fantasie gegen Lethargie und besser war ich nie.

Madame Fauxpas am 10.2.10 12:21


Müdigkeit.



Ich bin unerträglich müde. Jedoch nicht physisch sondern eher psychisch. Ich bin es leid hier im Nichts zu versinken. Ich möchte so gerne meine Augen schließen, aber ich kann nicht. Möchte so vieles ändern, aber ich bin zu schwach. Möcht weglaufen, aber das gehen fällt mir schon so schwer. Manchmal stelle ich mir vor, ich bin von einem anderen Planeten und als ich hier auf der Erde gelandet bin, da muss ich mein Gedächnis verloren haben. Das muss der Grund sein, warum ich mich hier so fremd fühle. So wird es gewesen sein.



«Jeden Tag mache ich weiter und beginne wieder von vorn. Aller Hoffnungslosigkeit zum Trotz. Ich weiß nicht, wovon andere Menschen träumen. Doch in meinen Träumen bewege ich mich stets durch ein dunkles, kaltes All.
Geräuschlos, unfähig auch nur einen Laut von mir zu geben, gleiche ich einem leeren Gefäß ohne Emotion, ohne einen klaren Gedanken in mir zu tragen. Es gibt nur das Bewusstsein dafür, anwesend zu sein, und meine Augen, an denen alles, was geblieben ist, vorüberzieht.»

Madame Fauxpas am 10.2.10 00:44